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Babys sind Lippenleser!

Wenn Babys sprechen lernen, schauen sie ihren Eltern auf den Mund. Das haben Entwicklungspsychologen herausgefunden. Mit etwa sechs Monaten beginnen Babys, von den Lippen zu lesen. So lernen sie, wie sie ihren Mund formen müssen, um Laute zu erzeugen. Wenn Babys ein Jahr alt sind, verstehen sie schon einige Wörter. Ab diesem Alter schauen sie den Menschen wieder in die Augen. So bekommen sie viele wichtige Informationen. An den Augen erkennen sie, ob ihre Eltern fröhlich oder traurig sind. Sie lernen dadurch die Welt der Gefühle kennen. Interessant wird es, wenn man in einer Fremdsprache mit ihnen spricht. Dann beginnen Babys nämlich wieder, von den Lippen zu lesen. Dadurch lernen sie, auch fremde Laute zu bilden. Wenn man mit Babys spricht, sollte man sie deshalb immer anschauen. Außerdem brauchen Babys für ihre sprachliche Entwicklung den Dialog. Eltern wiederholen nämlich sehr oft das, was Babys sagen. So erhalten die Babys ein Feedback. Das ist sehr wichtig für die kleinen Kinder. Sie wissen dann, dass sie verstanden werden. Diese Bestätigung motiviert die Babys. Sie haben weiter Spaß daran, sprechen zu lernen. Es genügt also nicht, Babys nur Audiodateien vorzuspielen. Dass Babys wirklich von den Lippen lesen können, beweisen Studien. In Experimenten wurden kleinen Kindern Videos ohne Ton gezeigt. Das waren Videos in der Muttersprache der Babys und in Fremdsprachen. Die Babys sahen sich die Videos in ihrer eigenen Sprache länger an. Sie waren dabei auch deutlich aufmerksamer. Die ersten Wörter von Babys sind aber weltweit die gleichen. Mama und Papa – das ist in allen Sprachen leicht auszusprechen!

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