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Positive Sprachen, negative Sprachen

Die meisten Menschen sind entweder Optimisten oder Pessimisten. Das kann aber auch auf Sprachen zutreffen! Immer wieder untersuchen Wissenschaftler das Vokabular von Sprachen. Dabei kommen sie oft zu erstaunlichen Ergebnissen. Im Englischen gibt es zum Beispiel mehr negative als positive Wörter. Es gibt etwa doppelt so viele Wörter für negative Emotionen. In westlichen Gesellschaften beeinflusst das Vokabular die Sprecher. Dort beschweren sich die Menschen sehr oft. Auch kritisieren sie viele Dinge. Insgesamt benutzen sie also eine eher negativ gefärbte Sprache. Negative Wörter sind aber auch aus einem anderen Grund interessant. Sie enthalten nämlich mehr Informationen als positive Ausdrücke. Die Ursache dafür könnte in unserer Entwicklungsgeschichte liegen. Für alle Lebewesen war es immer wichtig, Gefahren zu erkennen. Sie mussten schnell auf Risiken reagieren. Außerdem wollten sie bei Gefahren andere Menschen warnen. Dafür war es notwendig, schnell viele Informationen weiterzugeben. Mit möglichst wenigen Wörtern sollte möglichst viel gesagt werden. Ansonsten hat negative Sprache keine wirklichen Vorteile. Das kann sich jeder leicht vorstellen. Leute, die immer nur Negatives sagen, sind sicher nicht sehr beliebt. Außerdem wirkt sich negative Sprache auch auf unsere Emotionen aus. Positive Sprache kann dagegen positive Effekte haben. Im Beruf haben Leute, die alles positiv formulieren, mehr Erfolg. Wir sollten unsere Sprache also etwas vorsichtiger benutzen. Denn wir entscheiden, welche Vokabeln wir wählen. Und durch unsere Sprache schaffen wir auch unsere Realität. Also: Sprechen sie positiv!

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