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Junge Menschen lernen anders als alte Menschen

Kinder lernen Sprachen relativ schnell. Bei Erwachsenen dauert das meist länger. Kinder lernen aber nicht besser als Erwachsene. Sie lernen nur anders. Beim Lernen von Sprachen muss das Gehirn besonders viel leisten. Es muss mehrere Dinge parallel lernen. Wenn man eine Sprache lernt, genügt es nicht, über sie nachzudenken. Man muss auch lernen, die neuen Wörter auszusprechen. Dafür müssen die Sprechorgane neue Bewegungen gelernt werden. Auch muss das Gehirn lernen, auf neue Situationen zu reagieren. In einer fremden Sprache zu kommunizieren, ist eine Herausforderung. Erwachsene lernen Sprachen aber in jedem Lebensalter anders. Mit 20 oder 30 Jahren haben Menschen noch Routine im Lernen. Schule oder Studium liegen noch nicht so lange zurück. Das Gehirn ist dadurch gut trainiert. Fremde Sprachen kann es deshalb auf sehr hohem Niveau lernen. Menschen im Alter von 40 bis 50 haben schon viel gelernt. Ihr Gehirn profitiert von dieser Erfahrung. Es kann neue Inhalte gut mit altem Wissen kombinieren. In diesem Alter lernt es am besten Dinge, die es schon kennt. Das sind zum Beispiel Sprachen, die früher gelernten Sprachen ähneln. Mit 60 oder 70 Jahren haben Menschen meist viel Zeit. Sie können oft üben. Das ist bei Sprachen besonders wichtig. Ältere Menschen lernen beispielsweise fremde Schriften besonders gut. Erfolgreich lernen kann man aber in jedem Alter. Das Gehirn kann auch nach der Pubertät noch neue Nervenzellen bilden. Und das tut es auch sehr gerne…

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