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Sprache und Mathematik

Denken und Sprache gehören zusammen. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Sprachliche Strukturen prägen die Strukturen unseres Denkens. In manchen Sprachen gibt es zum Beispiel keine Wörter für Zahlen. Die Sprecher verstehen das Konzept von Zahlen nicht. Auch Mathematik und Sprachen gehören also irgendwie zusammen. Grammatikalische und mathematische Strukturen ähneln sich oft. Manche Forscher glauben, dass sie auch ähnlich verarbeitet werden. Sie denken, das Sprachzentrum ist auch für Mathematik zuständig. Es könnte dem Gehirn dabei helfen, Berechnungen durchzuführen. Neue Studien kommen aber zu einem anderen Ergebnis. Sie zeigen, dass unser Gehirn Mathematik ohne Sprache verarbeitet. Forscher haben drei Männer untersucht. Das Gehirn dieser Probanden war verletzt. Dadurch war auch das Sprachzentrum beschädigt. Beim Sprechen hatten die Männer große Probleme. Sie konnten keine einfachen Sätze mehr formulieren. Auch Wörter konnten sie nicht verstehen. Nach dem Sprachtest mussten die Männer Rechenaufgaben lösen. Einige dieser mathematischen Rätsel waren sehr komplex. Trotzdem konnten die Probanden sie lösen! Das Ergebnis dieser Studie ist sehr interessant. Es zeigt, dass Mathematik nicht mit Wörtern codiert ist. Möglicherweise haben Sprache und Mathematik dieselbe Basis. Beide werden von demselben Zentrum verarbeitet. Mathematik muss dazu aber nicht erst in Sprache übersetzt werden. Vielleicht entwickeln sich Sprache und Mathematik auch zusammen… Wenn das Gehirn fertig ist, existieren sie dann getrennt voneinander!

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