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Sprachen und Dialekte

Weltweit gibt es 6000 bis 7000 verschiedene Sprachen. Die Zahl der Dialekte ist natürlich viel höher. Was aber ist der Unterschied zwischen Sprache und Dialekt? Dialekte haben immer eine deutlich ortsbezogene Färbung. Sie gehören also zu den regionalen Sprachvarietäten. Damit sind Dialekte die Sprachform mit der geringsten Reichweite. In der Regel werden Dialekte nur gesprochen, nicht geschrieben. Sie bilden ein eigenes sprachliches System. Und sie folgen eigenen Regeln. Theoretisch kann jede Sprache beliebig viele Dialekte aufweisen. Überdacht werden alle Dialekte von der Standardsprache. Die Standardsprache wird von allen Menschen eines Landes verstanden. Mit ihr können sich auch weit entfernte Dialektsprecher unterhalten. Fast alle Dialekte verlieren immer mehr an Bedeutung. In Städten hört man kaum noch Dialekte. Auch im Berufsleben wird meist die Standardsprache gesprochen. Dialektsprecher gelten deshalb oft als ländlich und ungebildet. Dabei finden sie sich in allen sozialen Schichten. Dialektsprecher sind also nicht weniger intelligent als andere. Ganz im Gegenteil! Wer Dialekt spricht, hat viele Vorteile. Zum Beispiel im Sprachunterricht. Dialektsprecher wissen, dass es verschiedene sprachliche Formen gibt. Und sie haben gelernt, schnell zwischen Sprachstilen zu wechseln. Dialektsprecher besitzen deshalb eine höhere Variationskompetenz. Ihr Gefühl sagt ihnen, welcher Sprachstil zu welcher Situation passt. Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Also: Mut zum Dialekt – es lohnt sich!

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